Auf der Suche nach dem geradesten Weg

Diese Plattform ist meine persönliche Suche nach dem geradesten und logischsten Weg mit dem Ziel Zusammenhänge zu erfassen und zu untersuchen, Fragen zu stellen, Erkenntnisse miteinander zu verbinden und mit der Wissenschaft und der Medizin abzugleichen. 

Was ist tatsächlich belegt? Was ist Interpretation? Was wurde später hinzugefügt? Und was ergibt sich, wenn man verschiedene Perspektiven miteinander vergleicht? Die Themen im Blog sollen nicht zum Glauben auffordern. Sie sollen auch für Menschen, die skeptisch gegenüber Religionen sind, zum Nachdenken, Prüfen und Hinterfragen einladen. 

Diese Plattform versteht sich deshalb weder als klassische religiöse Werbeseite, noch als wissenschaftliche Institution. Sie ist meine persönliche Forschungs- und Denkplattform. Es dürfen Fragen gestellt und Widersprüche untersucht werden.

„Führe uns den geraden Weg.“

(Qur’an: Sure 1, Vers 6)

„Gewiss, in der Schöpfung der Himmel und der Erde … liegen Zeichen für Leute, die verstehen.“

(Qur’an: Sure 2, Vers 164)

Religion vs. sektenartige Strukturen und religiöser Missbrauch

Keine Religion besteht ausschließlich aus einer einzigen homogenen Gruppe. Innerhalb religiöser Traditionen können sich unterschiedliche Schulen, Bewegungen und Gruppierungen entwickeln: manche mit nachvollziehbaren theologischen Unterschieden, andere mit problematischen Strukturen.

Sektenartige Strukturen und religiöser Missbrauch kommen in allen Religionen vor. Keine Religion bildet dabei eine Ausnahme.

Sekten erzeugen Hass, Hetze, Manipulation, Spaltung, Gruppendruck, Angst und Feindbilder im Namen der Religion. Sektenartige Strukturen werden für Verhalten missbraucht, das mit den Werten der Religion nichts zu tun hat. Religion ruft zu Gerechtigkeit, Wahrheit, Barmherzigkeit und Verantwortung auf. Deshalb sollte man eine Religion nicht automatisch mit jeder Gruppierung gleichsetzen, die sich auf sie beruft. Entscheidend ist, was tatsächlich gelehrt wird, auf welche Quellen man sich beruft und wie Aussagen begründet werden.

„Wenn du die Geheimnisse des Universums finden willst, denke in Begriffen wie Energie, Frequenz und Schwingung.“

(Nikola Tesla)

Die Entwicklung meiner persönlichen Sicht

Meine heutige Nähe zum schiitischen Islam entstand aus einer langen persönlichen Auseinandersetzung mit Fragen, Quellen, Geschichte, Ereignissen und Zusammenhängen. Ich habe schon immer an Gott geglaubt, war aber lange Zeit Religionsgegnerin. Mein Interesse an Religion wurde durch die Ereignisse des 11. September 2001 geweckt.

Ich begann, mich intensiver mit dem Islam auseinanderzusetzen und konvertierte etwa 7 Jahre später. Als ich mich dem Islam zuwandte, wollte ich erst weder Sunni, noch Shia sein, sondern „einfach nur Muslim“. 

Später wurde die Frage nach Palästina und der Haltung verschiedener Staaten und politischen Akteure zum wichtigsten Ausgangspunkt für meine Beschäftigung mit dem schiitischen Islam. Dabei wurde für mich die Rolle Irans und seine Unterstützung der Palästinenser zum Anlass, mich etwas intensiver mit dem schiitischen Islam auseinanderzusetzen.

„Mein Herr, mehre mein Wissen.“

(Qur’an: Sure 20, Vers 114)

Glaube und Charakter

Für mich als Schiitin bedeutet die Zugehörigkeit zu einer religiösen Richtung nicht automatisch, ein besserer Mensch zu sein. Charakter, Verhalten und der tatsächliche Umgang mit anderen Menschen haben für mich deutlich mehr Gewicht als ein bloßes Lippenbekenntnis.

Ein Mensch, der sich als Atheist oder Christ bezeichnet und anderen mit Aufrichtigkeit, Respekt, Gerechtigkeit und Mitgefühl begegnet, kann für mich persönlich mehr Wert haben als ein Muslim (unabhängig davon, ob Sunnite oder Schiite), der diese Werte nicht lebt.

Dabei stellt sich eine grundlegende Frage: Was bedeutet Gottesnähe, wenn ein Mensch sich zwar nicht als gläubig bezeichnet, aber nach Werten lebt, die der Qur’an selbst als gerecht, barmherzig und gut beschreibt?

Ein Mensch, der nicht an Gott glaubt, aber gerecht, barmherzig und aufrichtig lebt, ist dem, was Gott lehrt, näher als jemand, der sich gläubig nennt, aber anderen Unrecht tut.

„Seid gerecht; das ist der Gottesfurcht näher.“

(Qur’an: Sure 5, Vers 8)

Zwischen Nachfolge und Einheit

Etwa 90 % der Muslime sind Sunniten und etwa 10 % Schiiten. Daneben gibt es weitere, zahlenmäßig kleinere Strömungen und Gruppen, beispielsweise Koraniten. Hinter dieser zahlenmäßigen Verteilung steht eine grundlegende Frage: 

Wer sollte nach dem Propheten Muhammad (s.a.a.s.) die Führung und Stellvertretung der Gemeinschaft übernehmen?

Interessant ist, dass Vorstellungen von Nachfolgerschaft, göttlicher Führung und einer erwarteten Erlösergestalt auch im Judentum und Christentum Parallelen haben. Welche Gemeinsamkeiten gibt es – und wo liegen die entscheidenden Unterschiede? Laut Shiiten ist Imam Ali (a.s.) der rechtmäßige Stellvertreter. Laut Sunniten ist Abu Bakr der rechtmäßige Stellvertreter.

Interessant an dieser Stelle ist der Stellenwert von Imam Ali (a.s.) und Seyyeda Fatima al-Zahra (a.s.). Er gilt bei den Sunniten als vierter Stellvertreter, Cousin des Propheten (s.a.a.s.) und Ehemann seiner Tochter Fatima al-Zahra (a.s.).

„Und haltet allesamt fest am Seil Allahs und spaltet euch nicht.“

(Qur’an: Sure 3, Vers 103)

Seyyeda Fatima al-Zahra (a.s.)

Seyyeda Fatima al-Zahra (a.s.) nimmt im Islam eine außergewöhnliche Stellung ein und wird sowohl von Sunniten als auch von Schiiten geliebt und verehrt. Wer sich intensiver mit ihrem Leben, ihrer Familie und ihrer Geschichte beschäftigt, erhält einen tieferen Zugang zu den Anfängen des Islam und insbesondere zu den Wurzeln des schiitischen Verständnisses.

Dabei lohnt es sich, zwischen der überlieferten Geschichte und den Bildern zu unterscheiden, die heute teilweise in sozialen Medien über den Islam und den schiitischen Islam vermittelt werden.

Wer war Fatima al-Zahra (a.s.) wirklich und was können wir aus ihrem Leben über den Islam lernen?

Die Seele des Islams, die Schlüsselfigur der islamischen Geschichte und der Prüfstein des Glaubens.

Mehr dazu auf al-zahra.de.

„Allah will nur das Unreine von euch, ihr Angehörigen des Hauses, entfernen und euch vollkommen rein machen.“

(Qur’an: Sure 33, Vers 33)